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Brandenburger Ringeradler bei der Deutschen Meisterschaft der U17 in Reilingen

Autorenbild: Ringerverband BrandenburgRingerverband Brandenburg

Vom 14.03.2025 bis 16.03.2025 fanden die Deutschen Meisterschaften der U17 im griechisch römischen Stil in Reilingen statt, zu denen der RVB unter Leitung der Trainer Brian Tewes und Sebastian Möser sowie mit Unterstützung des Lehrertrainers Tim Bitterling eine Delegation von 9 Sportlern entsenden konnte. Ergänzt wurde die Mannschaft der beiden Stützpunkte Frankfurt (Oder) und Luckenwalde von je einem Sportler aus den Landesverbänden Berlin und Mecklenburg Vorpommern, die an den beiden Brandenburger Stützpunkten trainieren. Erwähnt werden muss die hervorragende Organisation der Titelkämpfe in Reilingen, die sich mit ihren vielen freundlichen und fleißigen Helferinnen und Helfern als überaus gute Gastgeber präsentierten. Insgesamt kämpften in den elf Gewichtsklassen an den drei Wettkampftagen 159 Sportler um die Titel der Deutschen Meister.


Mit Francis Muoh vom 1. Luckenwalder SC erkämpfte sich ein Brandenburger Ringeradler den erhofften Titel des Deutschen Meisters. In der Gewichtsklasse bis 92kg setzte er sich in seinen drei Vorrundenkämpfen souverän durch, besiegte dabei auch den Gewinner des diesjährigen DRB Sichtungsturniers und schulterte dann seinen Finalkontrahenten Maximilian Haupt (RC Amberg) nach einem gekonnten Kopfhüftschwung noch vor der Pause. Dem starken Athleten und verdienten Deutschen Meister gilt ein besonderer Glückwunsch für die gezeigten Leistungen.


Die Delegation der beiden Brandenburger Stützpunkte konnte sich neben diesem goldenen Meistertitel zudem über eine Bronzemedaille freuen, die sich der Berliner Nicolas Lieder (SV Luftfahrt Ringen) in der Gewichtsklasse bis 80kg mit einem Punktsieg in seinem Finalkampf sicherte. Nicolas trainiert seit mehreren Jahren am Bundesstützpunkt in Frankfurt (Oder) und verlor nach zuvor gewonnen vier Kämpfen nur sein Poolfinale. Für Stützpunkttrainer Brian Tewes war dies insbesondere im technisch-taktischen Bereich eine beeindruckende und reife Leistung seines Berliner Athleten.


Auch wenn es für unsere Brandenburger Ringeradler bei den diesjährigen Titelkämpfen durch den Sieg von Francis Muoh somit nur eine Medaille zu verzeichnen gab, darf nicht unterschlagen werden, dass Team Brandenburg mit einem sehr jungen Kader angereist war und noch weitere Medaillenchancen hatte, die jedoch leider knapp verpasst wurden.


Zum jüngsten Jahrgang zählt Ludo Zimmermann vom RSV Hansa 90 Frankfurt (Oder), der in der Gewichtsklasse bis 51kg die Chance auf die Bronzemedaille hatte, nachdem er sich in seinen drei Poolkämpfen nur dem Vorjahressieger Noah End (AC Ziegelhausen) geschlagen geben musste. Der Kampf um Platz 3 war dann äußerst spannend und von Dramatik geprägt. Ludo führte bis Sekunden vor Schluss, musste sich dann aber seinem Gegner doch noch knapp nach Punkten geschlagen geben und errang somit den vierten Platz. Diesen erkämpfte sich auch Toralf Reich vom RSV Hansa 90 Frankfurt (Oder) in seiner Gewichtsklasse bis 110kg, der in seinem Pool je einen Kampf gewonnen und verloren hatte und dann seinem Finalgegner im Kampf um Platz 3 unglücklich unterlegen war.


Jakob Dietel vom RSV Hansa 90 Frankfurt (Oder) wurde nach einem vielversprechenden Start mit attraktiven Würfen und zwei Siegen von seinen Kontrahenten in der Gewichtsklasse bis 71kg ausgebremst und verlor seine beiden nachfolgenden Kämpfe gegen besser auf ihn eingestellte Gegner, womit er sich auf Rang 7 platzieren konnte. Diese Platzierung erkämpfte sich auch der am Stützpunkt Luckenwalde trainierende Luca Schmal (RV Lübtheen) in der Gewichtsklasse bis 65kg. Der aus Mecklenburg-Vorpommern stammende Luca hatte die Chance für eine noch bessere Platzierung, kam jedoch in seinen entscheidenden Kampf nicht richtig in das Geschehen und verlor diesen dann unglücklich. Auch wenn die Niederlage sehr schmerzte, wird der Luckenwalder Sportschüler in den nächsten Jahren seine Chance auf einen Titel bekommen.


In der mit 25 Athleten stark besetzten Gewichtsklasse bis 65kg belegte Melchior Wojciechowski vom RSV Hansa 90 Frankfurt (Oder) Platz 11 nach je zwei gewonnenen und verlorenen Kämpfen. Diese Platzierung belegte auch der zum jüngsten Jahrgang zählende Mika Schmidtke (1. Hennigsdorfer RV) in der Gewichtsklasse bis 71kg, der im Standkampf überzeugen konnte, dem aber zugleich im Bodenkampf leider entscheidende Fehler unterliefen. Für ihn stehen ein Sieg und zwei Niederlagen zu Buche.


In ihrem jeweils ersten Jahr als Kadetten nicht entscheidend eingreifen konnten mit jeweils zwei verlorenen Kämpfen Carl Grützner (RSV Hansa 90 Frankfurt (Oder)) in der Gewichtsklasse bis 55kg (Platz 18) sowie Maddox Martinke vom 1. Hennigsdorfer RV in der Gewichtsklasse bis 60kg (Platz 27). Etwas besser konnte sich Maxim Mollenhauer (RSV Hansa 90 Frankfurt (Oder)) in Szene setzen, er gewann seinen ersten Kampf auf Schultern, schied dann aber ebenfalls nach zwei verlorenen Kämpfen in seiner Gewichtsklasse bis 60kg aus (Platz 17). Alle zeigten jedoch Ansätze, die für die Folgejahre hoffen lassen.


Wir sind uns sicher, dass dem jungen Brandenburger Team die Zukunft gehören wird, gleichwohl können die Ergebnisse die Verantwortlichen nicht vollends zufrieden stellen. Mit Platz 9 in der Länderwertung gaben die diesjährigen Meisterschaften den verantwortlichen Stützpunkttrainern wichtige Erkenntnisse für die sportliche Ausbildung unserer zukünftigen Medaillengewinner, die weiter hart im technisch-taktischen Bereich an sich arbeiten müssen und dies auch motiviert tun werden.


Text: Michael Caven

Bilder: Alexander Kebernik








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